Restaurierung

High-Tech Restaurierung für die Super Star von morgen

LSSG hat Lufthansa Technik mit der Restaurierung des historischen Propliners auf höchstem technischen Niveau in Bezug auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Komfort beauftragt. Als weltweit führender Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Flugzeugwartung, Reparatur und Überholung verfügt das Tochterunternehmen des Lufthansa Konzerns über ein einzigartiges technologisches Know-how.

Nichts dem Zufall überlassen

Seit dem ‚Roll-in’ der Lufthansa Super Star im Jahr 2008 in den eigens für dieses Projekt errichteten und von LSSG für die Dauer der Instandsetzung angemieteten Hangar, wird die L-1649A einer großen Überholung unterzogen. Kein einziger Bolzen, keine Niete oder Blechteil blieben dabei unberührt. Jeder Quadratzentimeter der Super Star wurde mit den anspruchsvollsten technischen Methoden inspiziert. Da das Team nichts dem Zufall überlässt, wurden rund 95 Prozent der Rumpfstruktur und 85 Prozent der Tragflächen durch neue, dem heutigen technologischen Standard des Flugzeugbaus entsprechenden Materialien ersetzt. 

Zudem installieren die LSSG und Lufthansa Technik Spezialisten die neueste Generation an Cockpit-Instrumenten. Sie bieten einen heute üblichen Sicherheitsstandard, der im Jahr 1957 als das Flugzeug die Lockheed-Endmontagelinie verließ noch völlig unbekannt war. Ein Beispiel dafür ist das digitale ‚Glascockpit’, das eine Darstellung aller wichtigen Fluginstrumente auf Bildschirmen gestattet.  

Dies sind nur ein paar Gründe dafür warum wir mit Stolz sagen können, dass die Lockheed L-1649A besser als fabrikneu ist, wenn sie an die handverlesenen Besatzungen der LSSG übergeben wird.

Wir vertrauen auf das einzigartige Fachwissen der Technikexperten des Lufthansa Technik Konzerns. Sie bewältigen selbst die anspruchsvollesten Herausforderungen im Rahmen der Super Star Restaurierung.

Sebastian Reichel
Managing Director, Lufthansa Super Star gGmbH

 

‚Star of the Tigris’ verwandelt sich in die LSSG Super Star

Einstige Super Stars der Lufthansa ‚spenden’ Komponenten

Die Wahl der LSSG für eine fliegende Super Star fiel auf eine L-1649A, die im Juni 1957 von Lockheed an Trans World Airlines (TWA) fabrikneu ausgeliefert wurde. Dieses Flugzeug war das am besten erhaltene Exemplar des Super Star Trios das die LSSG im Jahr 2007 erworben hatte.

Von TWA ‚Star of the Tigris’ getauft und als N7316C zugelassen, behielt die L-1649A seit Juni 1957 ihre ursprüngliche Registrierung. Zunächst in einer luxuriösen Passagierkonfiguration auf dem interkontinentalen Streckennetz der TWA fliegend, wurde N7316C bereits 1960 zu einem Frachter umgerüstet. Diese Frachteinbauten, inklusive zweier großer Frachttüren sowie eines verstärkten Kabinenbodens verblieben im Flugzeug bis LSSG mit der laufenden Restaurierung startete. Seitdem hat N7316C ihr ursprüngliches Design als Passagierflugzeug zurückerlangt.

Von den weltweit vier, bis heute erhaltenen Lockheed L-1649A wurden zwei Exemplare ursprünglich im Jahr 1958 an Lufthansa ausgeliefert. Diese einstigen Flaggschiffe der Kranich-Flotte sind zwar nicht mehr flugfähig instand zu setzen, ‚spendeten’ jedoch einzelne gut erhaltene Komponenten an die künftig wieder fliegende Schwestermaschine. Nach deren gewissenhafter Überholung sind diese Bauteile nun Bestandteil des wieder fliegenden Exemplars, womit auch ein Stück originaler Lufthansa-Geschichte an Bord der neuen LSSG Super Star fortlebt.